Rangfeste 9./10. April

Mit Einsätzen in Bürglen UR, Wagen und Bolligen waren die Glarner Schwinger am vergangenen Wochenende an mehreren orten gefordert. Ohne Teamleader Roger Rychen resultierten zwei Zweige.

Am Hallenschwinget in Bolligen waren Christian Pianta sowie die Gebrüder Kaspar und Michael Laager am Start. Roger Rychen musste seinen Start krankheitshalber kurzfristig absagen. Als bester Glarner erreichte Kaspar Laager Rang 13 a. Dem 18-Jährigen gelangen drei Siege über Lukas Dällenbach, den renomierten Teilverbandskranzer Hanspeter Luginbühl und Matthias Erb. Gegen Nicolas Zimmermann resultierte ein Unentschieden. Bänz Graber und Philipp Gehrig unterlag der Landwirtlehrling. Bruder Michael kam mit einem Sieg und drei Unentschieden auf Rang 15c. Im gleichen Rang reihte sich auch Kranzschwinger Christian Pianta ein. Er wies dieselben Gänge wie sein Klubkamera auf. Festsieger wurde der Emmentaler Matthias Aeschbacher. Im Schlussgang bezwang er Tagesüberraschung Marc Zingg ein Schwinger ohne Kranzgewinn. Einzig gegen Dominik Roth musste Aeschbacher im Anschwingen die Punkte teilen. Der einheimische Adrian Walther fiel mit Gestellten gegen Mike Müllestein sowie Philipp Roth vorzeitig aus der Entscheidung.

Auszeichnung für Tschudi
Im urnerischen Bürglen war der Schwingklub Mittelland vertreten. Als einziger sicherte sich Mario Tschudi die Auszeichnung mit 55,25 Punkten. Der Ennendaner gewann und verlor drei Duelle. Peter Zberg, Moritz Ziegler und Noah Gisler legte Tschudi auf den Rücken. Mit Roger Baumann, Gabriel Wyrsch und zuletzt um einen Spitzenplatz gegen Marco Wyrsch zog er den Kürzeren. Patrik Schiesser fehlte ein halber punkt zur Auszeichnung. Diese vergab er im Anschwingen, wo er viel Terrain einbüsste. Zwei Ränge weiter hinten folgt Sämi Horner. Er stellte den letzten Gang mit Julian Bissig um eine mögliche Auszeichnung. Tobias Fässler kam mit zwei Siegen auf Rang 14c. Beni Rhnyer kam mit drei Gestellten im zweiten Teil nicht voran und reihte sich im Rang 16b ein.  Gewonnen wurde der Anlass von Matthias Herger. Er setzte sich gegen den jungen einheimischen Lukas Bissig durch. Einzig Stefan Arnold im Anschwingen musste Herger ein Unentschieden zugestehen. Wegen der Konkurrenz der Anlässe in Oberarth und Cham war in Bürglen kein Eidgenosse mit von der Partie.

Vier Anlässe am gleichen Tag
Auf der Verbandsgebiet der Nordostschweiz waren mit Cazis, Warth TG, Wagen und dem Gibel-Schwinget in Bonstetten gar vier Feste am gleichen Datum, was sich an allen vier Orten auf die tiefe Teilnehmerzahl niederschlug. Wegen der Kollision mit dem Anlass in Bürglen fehlten die Glarner in Cazis. Beim letzten Schwingfest von Ursin Battaglia siegte Favorit Armon Orlik mit sechs Siegen. Er bezwang im Schlussgang den Davoser Christian Biäsch. Beim Schwingfest, 1000 Jahre Schwingklub Oberthurgau, gab es mit Samuel Giger und Marco Oettli zwei Sieger. Im Schlussgang bezwang Giger in einem Eidgenossen-Duell Domenic Schneider. Auf dem Gibel siegte Shane Dändliker vom rechten Seeufer. Der Bergkranzer bezwang in einem ausgeglichenen Teilnehmerfeld in der Endausmarchung den Winterthurer Beda Arztmann.

Ruedi Tremp überzeugte
Mit drei Siegen zur Auszeichnung schaffte es Ruedi Tremp in Wagen. Im Vorort der Hockeymetropole stellte er zu Beginn mit Jan Raymann. Nach einem Sieg über Simon Walser war dann Florian Riget eine Nummer zu gross. Auch dem Appenzeller Werner Keller unterlag er im fünften Gang. Doch Erfolge gegen Marlon Mathis und Dominik Brunner bedeuteten den guten elften Schlussrang für den Molliser Landwirtssohn. Christian Schnyder vom Twingberg im Schwändital gewann zwei Duelle, eines stellte er, was Rang 13c bedeutete. Festsieger wurden Martin Roth und Werner Schlegel. Roth verlor zu Beginn gegen Tobias Riget, ehe er lauter Siege aneinanderreihte. Im Schlussgang gegen den bis dahin führenden Marcel Räbsamen. «Exakt acht nach Monate nach einer Schulteroperation wieder so dazustehen und als Sieger gefeiert zu werden, damit rechnete ich wirklich nicht», so der Appenzeller. Im Schlussgang fing er den energisch angreifenden Toggenburger in der siebten  Minute mittels Kniestich ab. «Die Duelle mit Marcel waren immer hart umkämpft. Heute war ich einfach der Glücklichere», so der Herisauer weiter. Werner Schlegel war nach fünf Gängen punktgleich mit Roth. Da man aber kein Toggenburger Endduell wollte, verpasste der 20-Jährige den Schlussgang. Mit einer Zehn über Adrian Elmer erlangte Schlegel Rang 1b. Der Aufsteiger der Saison 2021 konnte im Anschwingen trotz klaren Vorteilen weder Alex Schuler noch Florian Riget bezwingen. Räbsamen dominierte den Morgen und legte den Grundstein für den Schlussgangeinzug mit drei Siegen in den ersten drei Duellen. (JHE)

Ruedi Tremp (rechts) gegen Florian Riget.